Weißensee Querung 3.0, 2017

von Alfred Santner am 04.07.2017 geschrieben.

© www.weissensee-naturpark.at
Zum dritten Mal in Folge organisierte Ruud Klerks für 18 Freunde aus den Niederlanden, Österreich und Südtirol die Weißensee Durchquerung (schwimmend) vom Ostufer zum Westufer (11,5 km). Jedes Jahr ist es wieder spannend ob das Wetter mitspielt, wie hoch die Wassertemperatur ist (dieses Jahr: 22-24 Grad, was ungewöhnlich warm ist) und alles glatt verlauft. Wie in den letzten 2 Jahren hatten die Schwimmer die Wettergötter auf ihrer Seite. Am 24.06.2017 um 12.00 Uhr starten 18 Schwimmer ihre Weißensee Durchquerung, begleitet von der Wasserrettung Stockenboi und Techendorf. Aus Sicherheitsgründe wurde in 3 Gruppen geschwommen, jede Gruppe begleitet von einem Boot mit der Verpflegung für die Schwimmer.

Der Weißensee ist immer wieder eine wunderschöne Erfahrung für Langstreckenschwimmer. Glasklares Wasser mit Trinkwasserqualität, eine Kulisse von bewaldeten Bergen und idyllische Ruhe. Da gerät man als Schwimmer fast in Trance. Für die meisten Teilnehmer ist es das erste Mal im Jahr, dass man mehr als 10 km schwimmt und damit herrscht auch eine bestimmte Nervosität ob man es schafft. Knackpunkt ist immer die Brücke von Techendorf. Neun Kilometer sind geschafft, aber man spürt schon die Müdigkeit in den Muskeln. Die letzten 2,5 km bis zum Westufer sind dann wirklich durchbeißen. Aber einmal am Westufer angekommen zaubert es nur ein Lächeln auf die Gesichter. Ein glückliches Empfinden es geschafft zu haben. Schnellster Schwimmer war auch dieses Jahr wieder Colin Weeland (NED) in 3 Stunden und 15 Minuten, gefolgt vom Mäx Beer (AUT - 3:22). In respektablem Abstand folgten die anderen Teilnehmern.

Finisher der Durchquerung waren: Colin Weeland, Mäx Beer, Erik Roose, Jan Murre, Robert Theusinger, Emiel Flipse, Ruud Klerks, Wim Krijger, Carina Fidler, Hannes Dallavia, Doris Hinteregger, Jan Willen Siewe, Mariette van Kleven, Andre Strijkel, Jo-Anne van Vuuren und Geesje de Bree. Barbara Postal und Monica van der Meer haben Teilstrecken der Durchquerung absolviert.

Wir wollen unseren Dank aussprechen an:
Tourismusverband Naturpark Weißensee (Hr Stefan Wunderle), Hotel Moser (Karoline Turnschek), ÖWR Techendorf (Ernest Turnschek und Doris Mörtl), ÖWR Stockenboi (Gerhard und Norbert Presser); die für uns jedes Jahr dieses Event möglich machen. Dank auch an Richard Bayerl für ein tolles Video.

Angekommen am Westufer bei Camping Müller in Praditz - © www.weissensee-naturpark.at

KOMMENTARE zu diesem EVENT:

Robert Theusinger: tolles Schwimm- und Naturerlebnis, ohne Wettbewerb-Charakter, mit begeisterten Hobby-Schwimmer

Doris Hinteregger: jeder einzelne Teilnehmer hat diese See-Querung genossen, was eindeutig an den strahlenden Gesichtern der Teilnehmer im Ziel abzulesen war.

Mariette van Kleven: es war super!

Geesje de Bree: ich bin stolz es geschafft zu haben.

Erlebnis aus der Sicht von Doris Hinteregger:

Unzählige Stunden der Vorbereitung gingen dem Weißensee-Schwimmevent voraus. Auch auf die Ernährung und eine generell gesunde Lebensweise wurde geachtet, denn man/frau wollte ja fit antreten. Kurz vor dem Start dann noch das Bangen um ein gutes Wetter, die Wetterfrösche prognostizierten ein verregnetes Wochenende, zum Glück kam dann aber alles ganz anders. Am 24. Juni 2017, strahlte bereits um 6:00 Uhr morgens die Sonne von einem wolkenlosen Himmel über Kärnten. Die Teilnehmer, die bereits am Vortag angereist waren, hatten bereits ein gemeinsames Abendessen genossen. Ab 9:00 Uhr fanden sich dann auch die letzten Teilnehmer auf der Frühstücksterrasse des Hotels Moser ein. Nicht jeder kannte jeden, aber sehr schnell war klar: die Chemie stimmte und alle freuten sich auf das bevorstehende Ereignis unter offensichtlich besten Bedingungen. Um 10:20 Uhr wurden die Schwimmer von einer Fähre in das Strandbad Stockenboi gefahren. Die Reise dorthin dauerte ziemlich genau eine Stunde und hier konnten die Teilnehmer bereits einen ersten Eindruck von dem gewinnen, was ihnen bevorstand: 12 km in herrlichstem, kristallklaren Wasser des Weißensees schwimmend zurückzulegen.

Im Strandbad angekommen, wurden zunächst die Neoprenanzüge angezogen, was bei der mittlerweile herrschenden Hitze die erste Herausforderung war. Nur ein Teilnehmer, Mäx Beer, der vergangenes Jahr den Ärmelkanal durchquert hatte, bevorzugte die bevorstehende Strecke ohne Neopren zu schwimmen. Um kurz nach 12:00 Uhr waren alle Teilnehmer im Wasser und es konnte endlich losgehen. Mäx Beer und Colin Weeland starteten in der Super-Fast-Group und waren bereits nach kürzester Zeit in Stockenboi nicht mehr zu sehen, die beiden waren nach einer sensationellen Zeit von etwa 3 Stunden und 15 Minuten im Ziel. Die Gruppe Second-Fast-Group bestand aus Robert Theusinger, Carina Fidler, Erik Roose, Emiel Flipse, Hannes Dalla-Via und Ruud Klerks. Nach der zweiten Pause schloss auch Doris Hinteregger auf, die in der 3. Gruppe gestartet war. Diese Gruppe kam ebenfalls zügig voran und nach ca. 3,45 Stunden erreichten sie das andere Ende des Sees. Als letzte Gruppe startete die sogenannte Moderate-Group. Teilnehmer hier waren Barbara Postal, Andre Stijkel, Mariette van Kleven, Geesje de Bree, Jan Willem Siewe, Jo-Anne van Vuuren und Monica van der Meer. Nach 4 Stunden und 15 Minuten (reine Schwimmzeit, die eingelegten Pausen wurden abgezogen) erreichte diese Gruppe das Ziel. Barbara Postal musste aufgrund starker Krämpfe in Armen und Beinen nach ca. 6 km das Wasser verlassen, was diese sehr bedauerte genauso wie der Rest ihrer Gruppe.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass jeder einzelne Teilnehmer diese See-Querung genoss, was eindeutig an den strahlenden Gesichtern der Teilnehmer im Ziel abzulesen war. Es wurde noch vor Ort beschlossen, sich nächstes Jahr wieder hier zu treffen um eine Wiederholung durchzuführen.



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