Zukunft Weissensee – der gemeinsame Weg

Liebe Weisenseerinnen und Weissenseer, liebe interessierte Leser, die Zukunft unseres Juwels liegt uns allem am Herzen. Aufbauend auf das von vielen Weissenseerinnen und Weissenseern mit viel Fleiß und Einsatz erarbeitete Leitbild haben wir in einem Experten-Workshop am 1. und 2. Februar die Themen aktualisiert. Wir werden alle Kraft einsetzen dies auch umzusetzen. In drei Arbeitsgruppen wurden folgende Themenschwerpunkte behandelt:

  • Energie
  • Landnutzung und Tourismus
  • Sanfte Mobilität und Tourismus


Die aktuellen Informationen sind in den Unterpunkten zu finden !

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Energie:
Als Zielvision gibt es das klare Bekenntnis den Weissensee energieautark zu machen. Unsere Experten haben in den Vorträgen zunächst auf die Notwendigkeit der Prüfung auf Einsparungspotentiale hingewiesen. Die beste KWh ist die KWh die man spart. Im Zuge unseres e5 – Programmes (energieeffiziente Gemeinde) werden bis Mitte des Jahres Bedarfserhebungen mit Prüfung der Einsparungspotentiale durchgeführt. Begonnen wird mit den gemeindeeigenen Gebäuden als Vorbildwirkung und wird über die Gastronomie und Hotellerie bis zu den Privathaushalten ausgedehnt.
Eine weitere klare Erkenntnis ist die Notwendigkeit der ganzheitlichen Betrachtung des Energiethemas, nämlich mit Wärme, mit Kälte und mit Strom. Dies auch deshalb, um eine möglichst geglättete Energiekurve zu erreichen und um Energiespitzen zu vermeiden. Für Betriebe mit veralteten Heizanlagen, also mit akutem Handlungsbedarf, gibt es die Möglichkeit kleinere Containereinheiten als Überbrückungslösung einzusetzen. Wenn es mehrere naheliegenden Betriebe gibt selbstverständlich eine gemeinsame Anlage. Das Verteilernetz wird dabei schon hergestellt. Nach Realisierung der Gesamtlösung werden diese Insellösungen wieder abgebaut.
Aus technischer Sicht, aber auch aus Sicht der Förderungsrichtlinien ist ein Netzausbau innerhalb von drei Jahren möglich bzw. notwendig, innerhalb von ca. fünf Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein.

Verantwortlicher und Hauptansprechpartner ist
Gemeinderat Adolf Kolbitsch vlg. Tschabitscher


Landnutzung und Tourismus
Bei diesem wichtigen Thema ist das klare Bekenntnis zur Inwertsetzung der Natur hervorgearbeitet worden. Dazu gehört

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  • Bessere Bewirtschaftung des Waldes
  • Bessere Nutzung der Kräuter, damit Beitrag zur gesunden Gemeinde
  • Erhaltung der Kulturlandschaft
  • Erhaltung bzw. wieder aufleben der alten Traditionen
  • Aufbau und Umsetzung der Marke Weissensee in Kooperation mit den Tourismus usw.


Dazu ist es aber notwendig untereinander mehr über Aktivitäten und Ideen zu reden, verstärkt Erfahrungsaustausch zu betreiben. Dazu gehört auch eine höhere Wertschätzung der Arbeit des Landwirtes, dazu gehört auch der Stolz Landwirt zu sein. Es ist notwendig die Bedeutung der Viehhaltung zu schätzen, mit der Pflege der Kulturlandschaft und der Erhaltung und Bewirtschaftung unserer Almen. Dabei auch immer wieder die Überlegungen einfließen lassen, wie kann ich den Tourismus dienen, wie kann ich unsere Gäste mit einbinden.
Der verstärkte Anbau von landwirtschaftlichen Produkten, bis hin zur Autarkie, auch im Bereich der Landwirtschaft, muss geprüft werden, auch unter Einbindung moderner Formen der Minimalbodenbearbeitung. Der wirtschaftliche Faktor muss geprüft werden. Ein Versuch muss es allemal wert sein.
Als konkreten Ansatz gibt es seit letztem Jahr unsere Weißenseebox. Weiters gibt es eine kleine aber feine Arbeitsgruppe die das Thema „Frühstück und Landwirtschaft“ bearbeitet.
Weites werden unsere Betriebsinhaber im Frühjahr zu zwei Naturwanderführungen eingeladen

  • Wildökolögischer Schwerpunkt (Respect to Wildlife)
  • Essbare Natur


Im Herbst wird es auch eine Expertentagung geben.

Verantwortlicher und Hauptansprechpartner ist
Gemeinderat Johann Knaller vlg. Jakober


Sanfte Mobilität
Dieses Thema wurde schon in einer eigenen Arbeitsgruppe mehrfach behandelt und ist schon in einem sehr konkreten Stadium. Bei der Präsentation am Tourismusinfotag gab es schon eine sehr positive Stimmung. Dabei gab es auch das klare Bekenntnis zum Tagesgast.

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Im ersten Schritt ist das erklärte Ziel, das Verkehrsaufkommen um 50 % zu reduzieren. Im Zuge des Konzeptes „Wohnzimmer der Natur“ gibt es das Tor zum Weissensee, dieses Tor wird der Empfang unserer Gäste. Mit gut geschulten Personal wird auf die Sinnhaftigkeit das Auto stehen zu lassen hingewiesen und viel Information über die Möglichkeiten, unseren Naturpark Weissensee autofrei zu genießen weitergegeben.
Das Jahr 2010 ist das Jahr der Information und Motivation nach innen und nach außen. Die Ausarbeitung eines Argumenationspapieres erfolgt noch im Frühjahr.
Im Jahre 2011 ist die Pilotphase geplant mit attraktivem Auffangparkplatz, mit Shuttledienst und Spaßmobilität sowie Parkraumbewirtschaftung im Zentrum. Die Art des Shuttledienstes ist stark abhängig von der Technologieentwicklung in der nahen Zukunft. Die Zeit ist in jedem Fall reif. Die Reduktion des Verkehrslärmes ist eine Notwendigkeit für die Lebensqualität unserer Gäste und unserer Bevölkerung.
Für das Gesamtprojekt sind wir auf der Suche nach einem „kernigen“ Begriff, im Frühjahr gibt es dazu eine Umfrage mit Gewinnspiel.
Wir sind auch der 1. Naturpark Österreichs, der die sanfte Mobilität in Angriff nimmt. Werden all diese Angebote gerne angenommen wird es weitere Umsetzungsschritte geben. Endziel ist, um unser Juwel Weissensee noch weiter zu schärfen, komplette Autofreiheit.

Verantwortlicher und Hauptansprechpartner ist
Gemeindevorstand Franz Schier